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SS-Sonderlager Hinzert

hinzert.jpgDas Mahnmal (Foto von: Dieter Burgard)   Die Gedenkstätte und Sühnekapelle Hinzert ist eine Anlage, die uns an eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte erinnert. An der Stelle, an der heute eine schlichte Kapelle errichtet und ein Friedhof angelegt ist, befand sich in den Jahren 1940 bis 1945 das SS-Sonderlager Hinzert. Den Mittelpunkt der Gedenkstätte bildet das Gräberfeld.

Der Künstler schriebt zum Symbolgehalt des Mahnmales: "Dieses Denkmal soll nicht die Schrecken des KZ Hinzert widerspiegeln, es soll einladen zur Meditation und zur besinnlichen Ruhe, dies illustriert die auf dem Sockel eingravierte Schrift:

IN ADOREM HUMANITAS, PACIS ET JUSTITIAE

Durchdrungen von Menschlichkeit, Frieden und Gerechtigkeit: Ich habe in den Figuren Wächter gesehen."
An der Westseite der Gedenkstätte steht eine Sühnekapelle Sie wurde, auf Anregung des Beurener Pastors Fortuin, von deutschen Verwaltungs- und Kirchenbehörden unterstützt, auf Anordnung des französischen Militärgouverneurs neben dem neu angelegten
Friedhof errichtet. Planung und Bauleitung lagen in den Händen des Trierer Architekten Toni Schmidt. Mit den Bauarbeitern wurde im September 1947 begonnen und waren Ende Oktober 1948 abgeschlossen. Am 4. November 1948 erfolgte die Einweihung der Kapelle. Auf dem Altar des fast schmucklosen Innenraumes steht eine aus Holz geschnitze Luxemburger Muttergottes-Statue "Maria Consolatrix", die im Juli 1949 in feierlicher Prozession zur Kapelle getragen und dort aufgestellt wurde. Statuen der Pieta und des hl. Georg an den Seitenwänden der Kapelle sollen ebenfalls an die Leiden und Opfer der hier Inhaftierten sowie an den Kampf gegen das Böse der NS-Diktatur erinnern. Im überdachten Vorraum der Kapelle hängt eine weitere Bronzetafel, auf der geschrieben steht:

"In dieser Gedenkstätte ruhen über 200 Opfer des SS-Sonderlagers bei Hinzert, allein 64 Nachbarn aus Luxemburg. In den Jahren 1940 bis 1945 verloren Menschen aus neun Nationen hier ihr Leben. Damals führte die national-sozialistische Ideologie mit ihrem Rassen- und Nationalitätenwahn zur millionenfachen Verletzung der Würde und Rechte des Menschen in Deutschland und im unterworfenen Europa. Die Gräber der Geschundenen, Gepeinigten und Ermordeten müssen auch nach dem Verschwinden des Sonderlagers für immer eine Mahnung bleiben, damit das Opfer der hier Begrabenen nicht umsonst war. An diesem Ort sind Bürger Europas aufgerufen, mit Gottes Hilfe und durch ihren persönlichen Einsatz für Menschenwürde und Menschenrechte die Grundlage von Freiheit und Frieden zu schaffen. November 1982."


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Grundriss  (Foto von: Dieter Burgard)



Ehemalige Kiesgruben

Diese ehemalige Kiesgruben wurden vom damaligen SS-Sonderlager/KZ Hinzert während des Krieges benutzt und ausgebeutet. Die Gruben entlang des "Füllbaches" zogen sich bis zur heutigen Autobahntrasse hin. Ehemalige überlebende Häftlinge haben dies bestätigt. Sie mussten einen eisenbereiften Karren wie Zugvieh unter Aufsicht vom Waffen-SS-Personal des Totenkopf-Sturmbanners "Hinzert" hierher ziehen. Kies aufladen und den Karren zurükziehen. Das Material wurde zu Bauzwecken im Lager verwandt.
In der Anklageschrift gegen den grausamsten der drei Lagerkommandanten, SS-Hauptsturmführer Paul Sporrenberg, der das Hinzert Lager, seine Nebenlager und Außenkommandos vom 23. April 1942 bis zum 17. Januar 1945 kommandiert, haben Zeugen diese Kiesgrube als Ort erwähnt, wo vermutlich etwa 40 Opfer verscharrt worden seien.
Ensprechende Akten der französischen Besatzungsmacht stehen der Forschung noch nicht zur Verfügung. Schon im Herbst 1945 und dann ab 20. Februar 1946 unter Aufsicht offizieller Exhumierungskommissionen wurde bis zum 16. Juni 1946 nach veschwundenen Opfern gesucht. 274 Gebeine konnten insgesamt tatsächlich aufgefunden werden, die meisten auf dem ehemaligen Häftlingsfriedhof neben der heutigen Tank- und Raststätte Hochwald Ost neben der Bundesautobahn.
Der Toten, meist unvorstellbar grausam zu Tode Gequälten, Verhungerten und an KZ-üblichen Krankheiten Verstorbenen, waren zuvor mit groben Zangen vorhandene Goldzähne ausgerissen worden. Zur Beschleunigung des Verwessungsprozesses hatte SS-Personal in der Regel auf die Leichname Chlorkalk geschüttet. Auch deshalb waren viele exhuminierte Gebeine 1946 nicht mehr identifizierbar. Solche Opfer ruhen seit 1946 in der Gedenkstätte des Landes Rheinland-Pfalz "Ehemaliges SS-Sonderlager /KZ Hinzert".


Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 9.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr

Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14.00 - 17.00 Uhr
Montags geschlossen

 

NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz
Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert
An der Gedenkstätte
54421 Hinzert-Pölert
Tel. 06586-992924

www.gedenkstaette-hinzert-rlp.de/

 







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