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Burgstadt-Pfad Kastellaun

Rundwanderweg (Startpunkt Portal Burgstadt-Pfad/Parkplatz bei FUNtasie)
Länge: 6,7 km
Höhenmeter: 85 m
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Schwierigkeit: leicht
Beste Wanderzeit von Januar bis Dezember

 

Ein einfacher, familienfreundlicher Rundwanderweg mit interessanten Stationen und schönen Plätzen.

Auf dem Weg findet man ein Klangspiel aus Holz und Holzstämme mit Klappen, die ein Blick ins Innere der Bäume erauben. Man kommt an einem jüdischen Friedhof vorbei und läuft zwischen Mammutbäumen hindurch. Den Soonwaldblick kann man auf einer Sinnesbank genießen. Ein kleiner Seerosenteich liegt idyllisch am Wegesrand. Familien können auf dem Waldspielplatz oder ein Stückchen weiter im "WaldAbenteuer-Park" eine weitere Pause einlegen. Zum Abschluß führt der Weg über den Sturmwurferlebnispfad (Kyrillpfad) durch ein vom Sturm Kyrill 2007 stark zerstörtes Waldareal.

Der Rundweg führt am WaldAbenteuer Park und am Barfußpfad vorbei.

Der jüdische Friedhof wurde 1879 von Mitgliedern der örtlichen jüdischen Gemeinde errichtet, welche sich allerdings erst 1892 offiziell gründete. Sie hatten bisher zur Synagogengemeinde der größeren Kreisstadt Simmern gehört. Von den heute 35 erhaltenen Grabsteinen stammt der älteste von 1885, die letzte Beisetzung ist für 1939 bezeugt. 1986 errichtete die Stadt einen Gedenkstein auf dem Friedhof, der an die bis 1942 deportierten und ermordeten 25 Juden der kleinen ca. 5200 Einwohner umfassenden Stadt erinnert (andere waren bereits zuvor weggezogen bzw. geflohen, 20 davon bis nach Amerika). Er verweist außerdem auf die in der Eifelstraße, in der Stadt, gelegene kleine Synagoge, welche am 10. November 1938 in der Folge des Novemberprogroms von zehn Männern niedergerissen wurde. Auch Wohnhäuser wurden beschädigt. Dies führt vor Augen wie sich die Hetze und Propaganda selbst in den kleinsten, ländlichen Strukturen verbreiten und durchsetzen konnte.

In Kastellaun siedelten sich die ersten Juden in den 1860er Jahren an (nachdem sie im 14. Jahrhundert schon eimal vertrieben worden waren). Die höchste Anzahl lebte 1925 mit 88 Personen dort, womit sie die größte Gemeinde von den etwa 1000 auf 30 Dörfer und Kleinstädte im Gebiet des Rhein-Hunsrück-Kreises verteilten Juden war. Die meisten waren Viehändler in der ökonomisch zur Bedeutung gelangten Stadt.
An der Stelle der ehemaligen Synagoge wurde 1996 eine Stehle aufgestellt, auf der die Namen der ermordeten jüdischen Mitbürger genannt werden (ermittelt nach Angaben der Gedenkstädte Yadvashem). Kastellaun und die Synagoge finden außerdem Erwähnung in „The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust“ (2001 von New York University Press verlegt).

2009 wurden mit einem Jahr Vorlauf und begleitet von einer Projektwoche an der Schule Kastellaun „Stolpersteine“ (gleich den anderen aus ganz Deutschland bekannten Gedenksteinen des Kölner Künstlers und Initiators Gunter Demnig) vor den ermittelbaren Häusern von zumindest 20 der 25 Ermordeten verlegt. Weitere Infos. Die Schüler reinigten außerdem die Grabsteine und Gräber auf dem Friedhof.

Der Friedhof liegt 500m vom südlichen Ortsausgang entfernt, direkt an der Hasselbacherstraße, einer Landstraße, wo sich auch der Eingang befindet, genau gegenüber der Einmündung in die Graf-Moltke-Straße.

 

Karte

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wikimedia foerdermitglied1

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