
![]() Neuerkirch
Verbandsgemeinde Simmern, Rhein-Hunsrück-Kreis
ca. 290 Einwohner, 528 ha, davon 219 ha Wald, PLZ 55471
Früher galt der Bach auch als politische Grenze zwischen zwei ursprünglich selbständigen Dörfern. Neuerkirch diesseits des Külzbaches welches zu Pfalz-Simmern und Kurpfalz gehörte und Neuerkirch jenseits, das zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken gehörte.
Es wurden Bodenfunde aus der jüngeren Steinzeit gemacht, die auf eine frühe Besiedelung hinweisen. Der 1787 in Neuerkirch geborene Johann Jakob Röhrig war Dorfschullehrer und schrieb über seine in den Jahren 1813 und 1814 erfolgte Teilnahme an den Napoleonischen Kriegen. Seine Schilderungen zählen zu den wichtigsten Quellen , die zeigen wie einfache Soldaten die weltpolitischen Umwälzungen erlebten. 1886 war Richard Oertel als Pfarrrer in Neuerkirch. Im Kaiserreich war er in der Nationalliberalen Partei, für die er von 1912-1918 im preußischen Abgeordnetenhaus saß. Mitglied der Deutschen Volkspartei (DVP) wurde er nach dem ersten Weltkrieg. Von Januar 1919 bis Juni 1920 war er Abgeordneter in der Weimarer Nationalversammlung. Anschließend war er bis 1924 Mitglied des ersten Reichstages der Weimarer Republik.
Seit Juni 1989 betreibt die Gemeinde Neuerkirch das Kulturhistorische Museum. Es zeigt viele Gegenstände aus der Sammlung des Hunsrückmuseums in Simmern. Ziel des Museums ist es, bäuerliche Arbeitsgeräte und Maschinen, alte handwerkliche Berufe und deren Erzeugnisse und die dörfliche Wohnkultur vergangener Zeiten zu dokumentieren. |
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