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Schloßböckelheim
Verbandsgemeinde Rüdesheim, Kreis Bad Kreuznach
Zu den landschaftlich schönsten und pflanzenkundlich besonders interessanten Gebieten des mittleren Nahetales gehören die schützenswerten Steilhänge und Tallagen bei Schloßböckelheim. Felsfluren, Steppenrasen und Trockengebüsche auf magmatischem Untergrund. Reste eines Auenwaldes im Uferbereich der Nahe bestimmen die natürliche Vegetation rund um Schloßböckelheim. Ebenso prägt der Weinbau das Landschaftsbild. Zusammen mit dem Naturschutzgebiet Nahegau besitzt Schloßböckelheim zwischen dem Heimberg und dem Schäferberg einzigartige, seltene und wertvolle Biotope. Das Naturschutzgebiet ist Bestandteil des steilen, felsigen Südosthanges nördlich der Nahe. Aufgrund ihrer besonderen Vegetation wird diese Landschaft um Heim-, Schäfer- und Felsenberg mit Gegenden Mittelitaliens oder Dalmatiens und den dort typischen felsigen, baumarmen Steppenheiden und Macchien verglichen.
Die alten Namensformen von Wald-, Schloß- und Talböckelheim werden auf
ein »uilla Beccchilenheim« zurückgeführt, das in einer Urkunde von 824
überliefert ist. Im Ort wurde Kaiser Heinrich IV. von seinem Sohn, dem
späteren Heinrich V., kurzzeitig festgesetzt. Der Name Schloßböckelheim kommt erst im 17. Jahrhundert auf. Im 19. Jahrhundert setzte sich der Name Thalböckelheim
durch. Im Jahr 1910 kam der Gemeinderat überein, den Namen
Schloßböckelheim einzuführen. Als wichtige Gründe für die
Namensänderung wurden die geschichtliche Bedeutung von Schloßböckelheim
und der schon um die letzte Jahrhundertwende große Bekanntheitsgrad
Schloßböckelheims im Weinbau und im Weinhandel genannt. Ein Erlass vom
April 1911 genehmigte den Antrag der Gemeinde. Seitdem sind die beiden
Ortsteile Thalböckelheim und Schloßböckelheim unter dem einheitlichen
Ortsnamen Schloßböckelheim vereint.
Verbandsgemeinde Rüdesheim Gastgeber in Schloßböckelheim:
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