
![]() Liebshausen
Verbandsgemeinde Rheinböllen, Rhein-Hunsrück-Kreis
ca. 520 Einwohner, 585 ha, davon 257 ha Wald, PLZ 55494
Die erste urkundliche Erwähnung war 1006 bei der Einweihung der Kirche von Mörschbach. 1794 wurde der Ort durch Besetzung des linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen französisch. Auf dem Wiener Kongress 1814 wurde er dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1947 ist Liebshausen Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.
Das Dorf war gegen Ende des 18. Jh. ein Stützpunkt der Schinderhannesbande. Anders als in den Nachbargemeinden wurde das Dorf auch früher nicht von der Landwirtschaft geprägt: Die Männer aus Liebshausen waren Arbeiter und gingen zum Arbeiten nach Rheinböllen in die Erzhütte. Nur die Frauen betrieben nebenbei etwas Landwirtschaft. Den Ortsmittelpunkt von Liebshausen bildet der neu gestaltete Dorfplatz mit dem Brunnen und der katholischen Kirche »hl. Antonius«. An der Kirche steht an der Außenseite des Treppenturms ein lebensgroßer Kruzifixus. 1874 erhielt die Kirche eine Orgel des Orgelbauers Stockhausen. Es gibt ein reiches kulturelles Leben im kleinen Dorf: Eine Theatergruppe, mehrere Tanzgruppen und einen Musikverein. Östlich von Liebshausen befindet sich das Naturschutzgebiet "Struth" mit ausgedehnten Wander und Radwanderwegen.
Jährlich am 3. September findet ein historischer Markttag statt. |
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