
![]() Hecken
Verbandsgemeinde Kirchberg, Rhein-Hunsrück-Kreis
ca. 130 Einwohner, 389 ha, davon 188 ha Wald, PLZ 55481
Der Name leitet sich vom »Hag« her, das ein eingehegtes Feld- oder Waldstück bezeichnet. Etwa die Hälfte der Gemarkung ist bewaldet. Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahre 1291. Graf Johann von Sponheim erlaubte seinem Kastellauner Burgmann Herrmann von Kestilun, seine Frau Sophia auf dem Hof, der den Grafen von Sponheim gehörte, in Hecken zu bewittumen. Beginnend mit Heinrich von Hecken, der dem Kirchberger Schöffengericht angehörte, nannte sich ein Rittergeschlecht nach dem Ort. Im Bannholz, einem Waldgebiet zwischen Hecken, Lindenschied und Dickenschied fanden sich früher etwa 100 Hügelgräber. Bei Planierungsarbeiten im Rahmen einer Landumlegung wurde 1953 ein Brustwendelring gefunden. In Hecken gibt es derzeit noch zwei Vollerwerbslandwirtschaftsbetriebe.
Die 95 evangelischen Hecker gehören seit 1963 zur Evangelischen Kirchengemeinde Dickenschied im Kirchenkreis Simmern-Trarbach, die rund 20 katholischen Bewohner sind Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Michael Kirchberg wie auch die Evangelischen bis Ende 1962 Kirchberg zugeordnet waren.
Die ehemalige Schule wurde 1978 grundlegend renoviert; es wird heute von einer Ordensgemeinschaft als Begegnungshaus genutzt. Die ehemalige Schulglocke aus diesem Gebäude befindet sich in einem separaten Glockenturm und wird abends sowie bei besonderen Anlässen, z.B. bei Todesfällen oder Gottesdiensten, von Hand geläutet. |
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