
Seesbach
Verbandsgemeinde Bad Sobernheim, Landkreis Bad Kreuznach
ca. 590 Einwohner, 606 ha, davon 174 ha Wald, PLZ 55629
Unmittelbar am Südrand des Soonwaldes in 375 m Höhe
liegt das Dorf Seesbach. Der Ort ist eine
landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde.
Kurz vor dem Jahre 1000 ließ der Mainzer Erzbischof Willigis hier auf
einem flachen geneigten Gelände eine Kirche erbauen; von
dort aus sollte der Soonwald erschlossen und die Menschen
missioniert werden. Im Jahre 1045 schenkte Kaiser Heinrich III.
verschiedene Güter und 1091 Kaiser Heinrich IV. ein Hofgut
in »Semmundesbach« dem Bischof von Speyer, der Ort
gehörte seit Jahrhunderten zum Krongut Böckelheim.
Diese Schenkung wurde 1101 und 1140 bestätigt; die
Bischöfe gaben ihre Anteile als Lehen an die Grafen von
Sponheim weiter. Im Jahr 1434 befand sich Seesbach mit anderen
Dörfern als Pfandbesitz in der Hand der Ritter von Boos von
Waldeck, 1483 der Ritter von Rüdesheim, deren Anteile 1490
durch Heirat auch an die Boose überging.
Nach dem Aussterben
der Sponheimer im Jahre 1437 kamen deren Besitzungen an mehrere
gemeinsame Herren: Kurpfalz, Baden und Veldenz (ab 1444
Zweibrücken). Die Sponheimer Nebenlinie der Herren von
Koppenstein besaß 1301, als sie entstand, verschiedene
Anteile an Seesbach. Diese kleine Herrschaft bestand bis ins 18.
Jahrhundert. Im Jahre 1707 gingen die badischen Anteile an
Kurpfalz über; die Zweibrücker Anteile waren durch
mehrere Erbfälle im Hause Wittelsbach schließlich auch
mit den kurpfälzischen vereinigt worden. Soweit Teile von
Seesbach zur Herrschaft Martinstein gehörten, nahm sie in
den Jahren 1716 und 1779 die Markgrafschaft Baden in Besitz. Das
18. Jahrhundert brachte den Einwohnern schwere Zeiten; durch
Kriege und schlechte Ernten gab es Hungerjahre, die u.a. 1782
– 1785 zur Auswanderung von etwa zwei Drittel der Menschen
führten. Die Fürstenherrschaft der Badener endete 1798,
als die französischen Eroberer Seesbach der neuen
„Mairie“ Monzingen zuwiesen; der Ort teilte von nun
an das Schicksal der Verwaltungseinheit: 1816 an Preußen,
1947 zu Rheinland-Pfalz, 1970 zur Verbandsgemeinde Sobernheim.
Als Sehenswürdigkeit
gilt die Semendiskapelle auf dem Friedhof, dort sind
Wandmalereien sichtbar, die ca. 650 Jahre alt sind. Die Gemeinde
hat eine Kneipptretanlage.
www.seesbach.de
Kur- & Touristinformation
Bahnhofstraße 4
55566 Bad Sobernheim
Tel.: 0 67 51 - 8 12 41
Fax: 0 67 51 - 8 12 40
E-Mail:
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www.bad-sobernheim.de
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