
Kirschroth
Verbandsgemeinde Bad Sobernheim, Landkreis Bad Kreuznach
ca. 300 Einwohner, 764 ha, davon 294 ha Wald, PLZ 55566
Gastgeber in Kirschroth
In einem Seitental der Nahe südwestlich von Bad Sobernheim in einer Höhe von 270 m über NN liegt das Weindorf Kirschroth. Die
Rebhänge des Kirschrother Wildgrafenbergs, die den Ort von
Norden und Westen her umgeben, sind ausschlaggebend für die schöne Lage des Weindorfes in der Landschaft des
Nahelandes. Die Ortsgemeinde Kirschroth
ist eine landwirtschaftlich geprägte Fremdenverkehrsgemeinde.
Im Jahre 1364 taucht er Ort erstmals urkundlich als »Rodde« auf. Er
bestand sicher schon länger, wohl seit dem
frühen Mittelalter. Möglicherweise reichen
Siedlungsspuren schon in keltische und römische Zeit
zurück. Der Ort war Besitz der Erzbischhöfe von Mainz
bis ins 13. Jahrhundert, wurde an die Grafen von Saarbrücken
und um 1275 an die Wildgrafen auf der Kirburg verpfändet. In
deren Hand verblieb er dann bis zur Französischen Revolution
von 1789. Er wurde von einem Mainzer Schultheiß verwaltet,
der dem Burggrafen auf dem Disibodenberg, ab 1240 in Sobernheim
und ab 1279 auf Burg Böckelheim unterstand. Im Jahre 1239
gab es einen ernstlichen Streit zwischen dem Erzbischof und den
Grafen im Naheraum, die sich dem machtpolitischen Ausgreifen des
Kirchenfürsten auch in den Naheraum hinein widersetzten.
Kirschroth wechselte mehrmals die Ortsherrschaften innerhalb der
wildgräflichen, ab 1408 wild- und rheingräflichen
Familie, weil einzelne Zweige ausstarben und mehrfach
Erbteilungen vorgenommen wurden. Bis ins 20. Jahrhundert hinein
herrschte die Landwirtschaft vor, daneben der Weinbau. 1798
errichteten die Franzosen, denen der Naheraum endgültig
zugefallen war, eine eigene »Mairie« Meddersheim mit
den Orten Meddersheim, Kirschroth und Staudernheim. Nach der
Befreiung von der französischen Herrschaft und einer kurzen
Übergangszeit kam diese Gemeinschaft als
Bürgermeisterei und Teil des neuen »Oberamtes«
Meisenheim an die Landgrafschaft Hessen-Homburg, von dieser im
Jahre 1866 an die Großherzöge von Hessen-Darmstadt.
Sie verloren das Oberamt dann an Preußen, das daraus 1869
einen kleinen selbständigen Landkreis machte. 1919 wurde aus
den Bürgermeistereien Meddersheim und Merxheim das »Amt« Meddersheim gebildet, das jedoch nach der
Aufhebung des Landkreises Meisenheim im Jahre 1932 nicht mehr
lange bestand. Ab 1935 wurde es zunächst nur in
Personalunion, ab 1940 ganz mit der Stadt Sobernheim zu einem
neuen Amt Sobernheim vereinigt. 1969 wurde das Amt Sobernheim zur
Verbandsgemeinde Sobernheim umbenannt.
Die evangelische Kirche von Kirschroth wurde 1850 mit Steinen aus einem Bruch am Schwarzenberg erbaut. Elektrisches Licht hat das Gebäude seit 1920 und eine Heizung seit 1926. Für die Waffenproduktion mußten zwei Glocken abgegeben werden. Die Gemeinde erhielt später von der Nachbargemeinde Meddersheim eine Bronzeglocke.
www.weindorf-kirschroth.de
Kur- & Touristinformation
Bahnhofstraße 4
55566 Bad Sobernheim
Tel.: 0 67 51 - 8 12 41
Fax: 0 67 51 - 8 12 40
E-Mail:
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www.bad-sobernheim.de
Kirschroth in Google Maps
Gastgeber in Kirschroth:
Pensionen:
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Gasthaus Schlarb
Hauptstraße 11
55566 Kirschroth
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Ferienwohnungen:
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Ferienwohnung Kistner
Auf der Höh 1
55566 Kirschroth
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Ferienwohnung König
Auf der Höh 2
55566 Kirschroth
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Ferienwohnung Wildanger
Auf der Höh 9
55566 Kirschroth
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