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Bundenbach

Verbandsgemeinde Rhaunen, Kreis Birkenfeld
ca. 1000 Einwohner, 770 ha, davon 371 ha Wald, PLZ 55626



Bundenbach liegt am Hahnenbachtal zwischen Idar und Soonwald, in einer Höhe von 400 m über NN. Nachbarorte sind Rhaunen, Bollenbach, Schneppenbach und Bruschied. Der Erholungsort Bundenbach - auch »Dorf der Layenbrecher« genannt – ist einer der historischen Schwerpunkte des Hunsrücker Schieferbergbaus, der seit dem frühen Mittelalter bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts hier auf insgesamt 32 Gruben betrieben wurde.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Bundenbach in einer Teilungsurkunde der Wildgrafen am 14. März 1283. Die Wildgrafen, auch Waldgrafen genannt, ließen den Wald roden und gewannen dadurch Eigenland, sogenanntes Herrenland, das man »Beunde« nannte. Die Siedlung auf der »Beunde«, an einem Bach gelegen, erhielt damit ihren Namen: Bundenbach. Der Ort bildet ebenfalls das Zentrum der Hunsrück-Schiefer- und Burgenstraße.

In der Besuchergrube Herrenberg und dem ihr angeschlossenen Fossilienmuseum werden die Geschichte des Bergbaus sowie der 400 Millionen Jahre alte Fossilienreichtum des Gesteins veranschaulicht und dokumentiert. Es gibt bereits sehr früh Nachweise über die Verwendung des Schiefers im Bundenbacher Raum - so besteht z.B. der Schutzwall der Keltensiedlung Altburg aus einer Schiefer-Bruchsteinmauer. Die Bundenbacher Seelilien, Schlangensterne, Urzeitkrebse und Panzerfische gehören zu den feingliedrigsten und ansehnlichsten »Versteinerungen« ganz Europas. Die 1822 erstmals erwähnte Schiefergrube hat 1964 ihren Betrieb endgültig eingestellt.

Im Jahre 1975 begannen Bundenbacher Bürger in Privatinitiative mit der Erschließung der Grube als Schaubergwerk, das dann ein Jahr später eingeweiht wurde. Das Schaubergwerk veranschaulicht die mühselige Arbeit der früheren »Layenbrecher«. Ein kleines Bergbaumuseum mit Ausstellungen von primitivem bergmännischem Werkzeug bis zu den Werkzeugen und Geräten, mit denen heute noch Schiefer gewonnen wird, vermitteln dem Besucher, unter welch schweren Bedingungen Schiefer gebrochen, gefördert und Abraum beseitigt wurde.

Am Berghang über dem Hahnenbachtal auf dem Weg zur Besuchergrube Herrenberg steht das Dickhecker Bildchen. Es ist eine Muttergotteskapelle, die der Legende nach an eine wundersame Rettung von Bergleuten erinnert. Ehrenamtlich wurde in diesem Bereich ein Kreuzweg angelegt.

Das Schaubergwerk wurde 1992 durch die Einrichtung eines Fossilienmuseums erweitert, das mit 120 Exponaten original aus Bundenbacher Gruben bestückt ist. Es handelt sich um Funde von im Schiefer eingeschlossenen Lebewesen aus dem Erdzeitalter des unteren Devon, also vor 400 Millionen Jahren. Gegenwärtig wird der Bundenbacher Schiefer nur noch im Tagebau gewonnen.

Die Senke zwischen dem Idar- und dem Soonwald ist uraltes Siedlungsland. Das beweisen Ausgrabungen des Rheinischen Landesmuseums Trier in den Jahren 1971 bis 1974 auf der Altburg bei Bundenbach. Dort stand von ca. 170 bis 50 v. Chr. eine späteisenzeitliche Höhenburg des westkeltischen Kulturbereiches. Diese Keltenburg wurde zunächst als leicht befestigte Höhensiedlung begründet und erst später mit starken Mauern versehen.
Einige Gebäude dienten als Speicher zum Schutz vor Nagern und Bodenfeuchtigkeit, deshalb standen sie aufgestelzt auf vier bis sechs Pfosten. Die ebenerdigen Wohnhäuser waren relativ klein und vermutlich nicht zur Aufstallung von Vieh bestimmt. Die Wände bestanden aus einem Flechtwerk aus Staken und Ruten, das mit Lehm verputzt war.
Letzte Spuren menschlicher Anwesenheit verlöschen um die Mitte des letzten Jahrhunderts vor Christus - 20 Jahre bevor Caesar das Land der keltischen Treverer in das römische Imperium eingegliedert hatte. Bei den Ausgrabungen wurde die Altburg im Bauzustand des 1.Jahrhunderts v. Chr. wieder teilerichtet und zu einem einzigartigen, frühgeschichtlichen Freilichtmuseum ausgebaut. Erstmals konnte der Bebauungsplan einer keltischen Kleinburg vollständig rekonstruiert werden.
1988 wurde das Freilichtmuseum Altburg eingeweiht und zur Besichtigung freigegeben. Der Zugangsweg wird durch die hölzernen Nachbildungen keltischer Naturgottheiten bewacht. Allsommerlich findet hier ein Festival mit irischer, schottischer und bretonischer Folkmusik statt.

Die im Hahnenbachtal bei Bundenbach gelegene Schmidtburg ist eine der ältesten und bedeutendsten Burganlagen des Hunsrücks. Ehemals als Fluchtburg im Jahre 926 von fränkischen Edlen errichtet, wurde sie etwa einhundert Jahre später zum Wohnsitz der Grafen von Schmidtburg, der Wildgrafen. In den nächsten Jahrhunderten kam es durch Erbteilungen zu familiären Auseinandersetzungen.
1324 übergab der kinderlose Wildgraf Heinrich von der Schmidtburg dem Erzbischof und Kurfürsten Balduin von Trier die Schmidtburg mit den dazugehörigen Dörfern als Lehen. Sie wurde Sitz des trierischen Amtsmannes und Verwaltungszentrums vor Ort - das kurtrierische Amt Schmidtburg, das bis 1794 existierte.

Im 14. Jahrhundert erhielt die Anlage ihre heutige Größe. Einige Adlige, sogenannte Burgmannen verpflichteten sich, die Burg zu schützen. Etwa 7-9 von ihnen wohnten zur Zeit Balduins mit ihren Familien und Bediensteten auf der Burg. Mit der Erfindung der Feuerwaffe verlor die Schmidtburg ihre wehrtechnische Bedeutung und im 16. Jahrhundert lebten keine Burgmannen mehr auf der Burg; sie zerfiel zusehends. Im Jahre 1688 sprengten französische Soldaten im Pfälzischen Erbfolgekrieg einen Teil der Burg, die dann lange Jahre als Ruine stand. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden auf der Oberburg Wohnungen und Wirtschaftsgebäude wieder hergestellt. Bis zum Jahre 1798 lebten dort ein kurtrierischer Amtsmann mit seiner Familie. Während dieser Zeit diente die Burg auch dem berüchtigten Räuberhauptmann Schinderhannes als Unterschlupf. Im Laufe des 19. Jahrhunderts kam die Burg schließlich in den Besitz der Gemeinde Schneppenbach. Die Reste der Burg wurden von den Einwohnern der umliegenden Gemeinden als Steinbruch genutzt. In den 80er Jahren wurde die Burganlage durch verschiedene Maßnahmen so gesichert und restauriert, dass sie dem Besucher nun eine bessere Vorstellung über Größe und Bedeutung der einstigen Festung gibt.

Ergänzender Text

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