
Rauschenburgbeim Ehrbachtal »Geheimnisumwitterte Rauschenburg« so wird die Rauschenburg von Schriftstellern genannt. Erstaunlich ist, dass Erzbischof Balduin von Trier gerade diesen bereits im Jahre 1285 erwähnten »Rusberg« als Burgplatz auswählte und dort im Jahr 1332 die »Ruszimburg«, auch »Baldenruise« genannt, erbaute. Durch die politische Lage dieser Zeit war er gezwungen, diese Trutz- oder Gegenburg zu errichten, denn ein Jahr zuvor, im Jahre 1331, hatten sich die umliegenden Burgbesitzer verbündet, um sich dem Vordringen Balduins auf dem Hunsrück zu widersetzen. Mitten in das feindliche Gebiet stellt Erzbischof Balduin eine Burg und ein Geschichtsschreiber seiner Zeit nannte die Festung »einen Hammer, mit dem er die Hörner der Übermütigen zermalmte«. Von hier aus besiegte der mächtige Kurfürst und Erzbischhof Balduin von Trier nacheinander die Schönecker, Ehrenburger und Waldecker. Als Balduin die Rauschenburg nicht mehr benötigte, setzte er einen Ritter von der ehemaligen gegnerischen Schönecker Burg als Burggrafen ein. Balduin erkannte den Wert dieser Ministerialen und statt sie zu demütigen, machte er sie sich zu treu ergebenen Verwaltungsbeamten. Nachdem Schöneck kurtrierischer Verwaltungsbezirk (Vogtei) geworden war entfiel die militärische Bedeutung der Rauschenburg und ihre Gebäude und Gemäuer waren dem Verfall preisgegeben. Heute ist die ursprüngliche Burganlage mit Innenhof, Schildmauer, Resten von Pallas(Wohnhaus) und Bergfried noch gut erkennbar. Aus Sicherheitsgründen allerdings z. Zt. nicht betretbar.Tourist-Information Region Emmelshausen Zentrum am Park 56281 Emmelshausen Tel.: 0 67 47 - 9 32 20 Fax: 0 67 47 - 93 22 22 www.rhein-mosel-dreieck.de |
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