
Burg Sommeraubei Sommerau Weitab vom Durchgangsverkehr liegt ausgesprochen malerisch die Burgruine Sommerau im Ruwertal. Man gelangt zu ihr entweder über Gutweiler oder Gusterath-Tal. Die Burg wurde auf einem Felssporn erbaut, der von der Ruwer von drei Seiten umflossen wird. Diese etwa 45 m lange Felszunge ist an der schmalsten Stelle durchbrochen worden, um das Gefälle der Ruwer zum Treiben einer Mühle zu nutzen. Damit wurde ein Umlaufberg geschaffen und die ehemalige Talschleife trockengelegt.Im 13. Jahrhundert erbaute die Burg das Trierer Rittergeschlecht »von der Brücke«, das seinen Stammsitz in den Barbarathermen hatte. Der Trierer Schöffe Walram, der aus dem Geschlecht der Herren von der Brücke hervorgegangen ist, trug im Jahre 1303 die Burg Sommerau dem Trierer Erzbischof zu Lehen auf. Als kurtrierisches Lehen wurde später die Burg dem luxemburgischen Rittergeschlecht »von der Fels« übertragen. Spätestens zu Anfang des 19. Jahrhunderts war die Burg verfallen und damit sie nicht weiter als Steinbruch genutzt wurde, kaufte im Jahr 1853 der Staat die Ruine aus der Hand von vier Trierer Bürgern. Doch schon im Jahre 1902 wurde sie dann wieder an einen Privatmann verkauft, aber nur unter der grundbuchlich eingetragenen Verpflichtung der Instandhaltung und der Untrennbarkeit von den zugehörigen Ländereien. Die Anlage misst 40 x 10 m und im Westen ragen bis 10 m Höhe die Reste des ehemaligen Palas oder Wohnhauses empor. Im Osten etwa 16 m hoch der viereckige Bergfried, der mit seinen vier Geschossen zugleich als Wohnturm diente. Zu einer Tür in etwa 3 m Höhe führte offenbar ein ansteigender hölzerner Wehrgang. Nach Süden im vierten Obergeschoss befindet sich eine große Rechtecktür mit Aborterker, dessen Mauerwerk auf Konsolen von rotem Sandstein gestellt ist. Der Wohnbau zeigt, von innen erkennbar, drei volle Geschosse und noch ein halbes viertes mit dem aufragenden Rest eines Kamins, der im zweiten Geschoss beginnt. Von der Umfassungsmauer, die den Wehrgang trug, ist das aufgehende Mauerwerk nur in Resten zu bemerken. Die übrigen Quermauern liegen im Boden, der Grundriss ist nur durch Grabungen feststellbar. Verbandsgemeinde Ruwer Untere Kirchstraße 1 54320 Waldrach Tel.: 0 65 00 - 918 000 Fax: 0 65 00 - 918 100 E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Öffnungszeiten: Montag - Freitag: 7.30 - 12.30 Uhr Montag und Mittwoch: 14.00 - 15.30 Uhr Donnerstag: 14.00 - 18.00 Uhr |
|
Ergänzungen und Korrekturen Ortsliste Reiseführer für Mosel, Eifel und Rhein |