
Burg Koppensteinbei Gemünden Schon im 12. Jahrhundert war die ehemalige Burganlage Koppenstein, 553 m NN, auf einer Felskuppe im Soonwald erbaut, im Besitz der Sponheimer Grafen. Sie liegt auf einem Bergrücken nahe des Ortes Gemünden. Eine besondere Bedeutung hat Koppenstein trotz mannigfacher Privilegien jedoch nicht erlangt. Eine unzureichende Wasserversorgung, sowie fehlendes Garten- und Ackerland dürfte sich immer wieder nachteilig für die Bewohner ausgewirkt haben.Im Jahre 1155 kam die Burg an die Abtei Sponheim. Doch schon im Jahre 1325 tauschte Graf Johann II. von Sponheim-Kreuznach die Burg gegen ein Gut im Dorf Bosenheim ein. Durch Kaiser Ludwig den Bayern erhielt die Stadt Koppenstein im Jahre 1330 das Stadtrecht verliehen. Den Dreißigjährigen Krieg überlebte die Burg und die Stadt nicht und wurden aufgegeben. Die Schmidtburger Ritter erwarben bereits im 16. Jahrhundert Besitzrechte am Koppenstein. Im Jahre 1821 starb die letzte Bewohnerin, Margarete Rosenstein. Von der Burg haben sich nur der Graben mit Umfassungsmauer, Grundmauern der Gebäude und vor allem der fünfeckige Bergfried erhalten. Sie war einst eine kleine Herrschaftsburg und wurde zur Residenz ausgebaut. Auch wurde eine Stadt auf dem Koppenstein gegründet, von der sich jedoch kaum noch etwas erhalten hat. Ruine und Burgbezirk gehören heute den Nachkommen der Schmidtburger, den Freiherren von Salis auf Schloss Gemünden. Vom Plateau des 16 m hohen, fünfeckigen Bergfrieds bietet sich ein großartiger Ausblick in die weite Hunsrücklandschaft. Eine Richtungsspinne erleichtert die Orientierung. Alljährlich am zweiten Sonntag im Juli versammeln sich am Fuße des Bergfrieds aus Anlass der traditionellen Sternwanderung auf dem Gelände der Soonwaldschule zahlreiche Wanderfreunde von nah und fern bei Musik, zünftigem Essen und kühlen Getränken zu geselligem Beisammensein. (Foto: Ingelore Wartenberg, Pleckhausen) Tourist-Information Kirchberg Marktplatz 5 55481 Kirchberg Tel.: 0 67 63 - 91 02 14 Fax: 0 67 63 - 2 99 |
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