Burg Dalberg

bei Dalberg






dalberg.jpgDie gewaltige Burg liegt an einem Bergsporn im Gräfenbachtal direkt über dem kleinen Ort Dalberg. Die Mauern der Zwingeranlagen, mit einst drei Toren, haben sich erhalten sowie die mächtigen Ruinen der Hauptburg. Nachdem man einen engen Torraum durchschritten hat, gelangt man in die untere Burg. Hier stehen mehrere Gebäuderuinen mit jeweils zwei kräftigen Rundtürmen an den Außenecken. Leider zum Teil bereits eingestürzt sind noch zahlreiche erhaltene Gebäude. Über eine Treppe gelangt man in die Oberburg. Hier hat sich die Ruine des Palas erhalten und ihm gegenüber der Bergfried. Es ist kein Eingang in den Bergfried zu erkennen, was darauf deutet, dass er noch um einiges höher war. Die gesamte Hauptburg war umgeben von einer hohen Ringmauer die ebenfalls noch in großen Teilen erhalten ist. Interessant sind im Westen der Burg zwei Stützpfeiler, die einst Wasserleitungen trugen, die vom höheren Bergrücken Frischwasser in die Burg leiteten.

Im Jahre 1150 erbaute Godebold von Weyerbach die Burg und trug sie dem Bistum Speyer zum Lehen an. Die Weyerbach nannten sich fortan »von Dailberch«. Im 14. Jahrhundert starb dann mit Anton von Dalberg das Geschlecht aus. Um 1400 kamen die Kämmerer von Worms in den alleinigen Besitz von Dalberg und fügten ihren Namen »genannt von Dalberg« bei. Die Nachkommen der Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg sind heute noch Eigentümer der Burgruine. Heutiger Besitzer ist Prinz zu Salm-Sahm und Dalberg. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg als Steinbruch missbraucht und verfiel zur Ruine.

Foto: www.burgenwelt.de




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